Mittwoch, 22. Februar 2012

Semesterende die fünte

Ich habe ganz vergessen, mich nach der Humangenetikklausur nochmal zu melden. Irgendwie hing ich im luftleeren Raum zwischen Klausuren und Semesterende und hab einfach nicht mehr dran gedacht. Trotzdem ist alles gut gegangen, es hat sogar (zwar nur knapp, aber trotzdem) für eine zwei gereicht :)

Heute stand dann der letzte Teil der Prüfungen in diesem Semester an. Eine OSCE-Prüfung in Innere, Auge, HNO und Neuro. OSCE? Ja... Objective structured clinical examination. In Amerika schon lange Standard, wurde diese Form der Prüfung in Deutschland erst vor ein paar Jahren zunächst an Modellstudien-Unis eingeführt und setzt sich mittlerweile immer weiter durch.

Heute gab es zehn Stationen, an denen man jeweils mündlich theoretisch und praktisch geprüft wurde. So gab es eine Station, an der das Herz zu untersuchen war, eine zur Lunge, eine zum Abdomen, Fragen zu Kehlkopf und Ohr in HNO, zu Kraft und Sensibilität in Neuro und zum Auge in Auge ;)...


 Insgesamt hat alles ganz gut geklappt, wenngleich ich an einigen Stellen ein bisschen auf dem Schlauch stand. Aber was solls, das Semester ist rum und wie wir die Ergebnisse erfahren weiß ich noch überhaupt nicht.

Am Samstag gehts jetzt erstmal in den verdienten Urlaub. Skifahren und ein bisschen Kraft für die kommende Famulatur tanken!

Dienstag, 7. Februar 2012

Auge: Check

Hehe, zum ersten Mal im Studium 100%! :)

Die Klausur war wirklich gut machbar und außerdem konnte man sich mit dem Nachbarn absprechen. Also alles in allem kein großes Ding. Jetzt fehlt also noch Humangenetik morgen als letzte Hürde. Ende Februar steht dann zwar noch eine OSCE-Prüfung an (also eine praktische Prüfung), die sollte aber kein Hindernis darstellen. Leider muss ich da in der ersten Runde ran, die Erfahrungsgemäß die schlechtesten Ergebnisse einfährt, weil sie die Fragen noch nicht kennt. Aber was solls, das Leben ist nicht immer nur der rosarote Ponnyhof...

Humangenetik morgen macht mir immer noch ein bisschen Sorgen. Gott sei Dank brauche ich wegen meinen relativ guten Testaten nur noch 50% in der Klausur morgen. Problematisch ist einfach, dass die Humangenetiker alle möglichen Detailsachen abfragen, die sie auch noch in Mehrfachauswahlantworten verpacken... Klingt kompliziert, oder? Hier mal ein Beispiel:


Aussagen zur pränatalen Diagnose mittels Amniozentese:

(1) Es besteht ein erhebliches (3%) Risiko einer Verletzung des Feten
(2) Die Häufigkeit einer ungewollten Fehlgeburt nach dem Eingriff beträgt 0,5%
(3) Der Eingriff wird meistens in der 8.-10. Ssw durchgeführt
(4) Der Eingriff kann zur Diagnose von Neuralrohrdefekten dienen
(5) Der Eingriff kann zur Diagnose einer Aneuploidie dienen

Welche Aussagen sind richtig?

(A) Nur 2 und 3
(B) Nur 1 und 4
(C) Nur 3 und 5
(D) Nur 1, 3 und 4
(E) Nur 2, 4 und 5

Schön oder? Und genau deshalb werde ich jetzt versuchen, mir nochmal so viele Prozentzahlen und Zeiträume zu merken. Ihr hört bald wieder von mir :)

Sonntag, 5. Februar 2012

Das Ende rückt näher...

Klingt fürchterlich oder? Ist aber in Wahrheit eine schöne Sache! So langsam geht es nämlich wieder auf das Ende des Semesters zu. Ich muss zugeben, ich hab es ein wenig schleifen lassen, was die regelmäßigen Einträge hier angeht, was aber auch damit zusammenhängt, dass es in diesem Semester alles recht ruhig war.

Es stehen nächste Woche zwei Klausuren an: Einmal Augenheilkunde und einmal Humangenetik. Ich habe in den Kursen jeweils eine Sache gelernt: Für mich sind beide Fächer nicht wirklich der Knaller... Humangenetik ist einfach relativ langweilig und monotones Gelerne von Symptomen bei verschiedenen Erbgängen und Erbkrankheiten, wohingegen Augenheilkunde eigentlich ganz interessant ist. Wieso es dann trotzdem nichts für mich ist? Ganz einfach: Fragt mich nicht warum, aber irgendwie habe ich ein Problem damit, wenn in einem Auge ein Nagel steckt, oder eine Iris zerrissen ist, oder ähnliches. Ich kann mir Knochenbrüche angucken, Operationen an sämtlichen Organen und auch sonst ziemlich alles, aber beim Auge ist da irgendwie immer ein komisches Gefühl dabei. Nicht, dass ich mich wegdrehen müsste, oder dass mir schlecht würde: Nein irgendwie ist da einfach nur ein gewisses Unwohlsein vorhanden. Das ändert natürlich nichts daran, dass der Kurs absolut interessant war: Wir haben gelernt, wie man ektropioniert (sprich: das Oberlid "umklappt", um die Bindehaut darunter zu beurteilen), wie man die Netzhaut spiegelt, wie man die Hornhaut untersucht, und so weiter... Hier kam tatsächlich zum ersten Mal das Gefühl auf, wirklich "Ärztliche Handgriffe" zu lernen.

Nunja, wie oben schon geschrieben, stehen nächste Woche Klausuren an. Daher werde ich mich jetzt auch wieder der Lernerei zuwenden und wünsche allen, die heute noch hier reinschauen einen schönen Sonntag!